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Home / Singleprofil von Maximilian1011
Wer sucht findet garantiert nicht!
Liebe, Leid oder einfach nur Wissenschaft
Die Beziehung, sowie die damit verbundenen Streitereien zwischen meinen Wegbegleiterinnen und mir sind immer wieder Aufhänger angeregter Diskussionen und ein Topthema bei Gesprächen unter meinen Freunden und Bekannten. Aus diesem Grund möchte ich heute dem für mich bestimmten Weibchen (das ich noch nicht kenne) kurz versuchen darauf aus wissenschaftlicher Sicht einzugehen:
Liebe war immer das beliebteste Thema in der Musik, in Seifenopern, Literatur, Film und Dichtung. Menschen aller Kulturen erfahren Liebe, und jede Kultur hat Wörter dafür. Kaum etwas anderes schenkt uns so viel Freude und Hochgefühl, ruft aber gleichzeitig auch so viel Schmerz und Verzweiflung hervor.
Was also ist Liebe? Diese Frage stellt sich der Mensch seit Jahrtausenden (und ich seit ca. 18 Jahren) immer wieder neu. Wissenschaftler fast aller Disziplinen haben versucht, das Wesen der Liebe zu ergründen und andere von ihren Ergebnissen zu überzeugen, aber keine der vorgeschlagenen Antworten ist wirklich zwingend. Liebe ist so schwer fassbar, dass sie immer wieder neue Definitionen und Deutungen hervorruft.
Warum zum Beispiel schlafen wir eigentlich miteinander? Was treibt mich als Mann dazu, ständig Sex zu wollen? Warum legst Du, mein mir noch nicht bekanntes Weibchen, so großen Wert auf Bindung?
Sex ist wie Sauerstoff: Er ist nicht wichtig, solange man welchen hat.
In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts war ich der Überzeugung, ein Großteil des menschlichen Verhaltens sei erlernt und könne geändert werden. Heute weiss ich, dass das meiste schon von Geburt an in uns angelegt ist. Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert haben Verhaltensforscher einen ganzen Berg wissenschaftlicher Erkenntnisse angehäuft, die zeigen, dass wir mit neuronalen Schaltkreisen im Gehirn geboren werden, die unser Handeln beeinflussen. Aber auch kulturelle Faktoren und unzählige Umwelteinflüsse – etwa unsere Lehrer, Freunde, Eltern und Arbeitgeber – sind daran beteiligt. Natur und Erziehung sind unentwirrbar ineinander verschlungen. Wir können uns das Gehirn als Computer-Betriebssystem vorstellen. Man wird damit geboren, und es hat Standardeinstellungen, auf die es unter Stress zurückgreift – das ist der Naturteil. Unsere Umgebung und der Erziehungsteil, ist die Software, die auf diesem Betriebssystem läuft.
Fazit:
Hardware: Natur/Gehirn
Software: Erziehung/Umgebung
Das soll nicht heißen, dass wir unserer DNA hilflos ausgeliefert sind. Das menschliche Gehirn hat sogenannte Frontallappen entwickelt, mit deren Hilfe wir unser Handeln selbst bestimmen können – aber wir müssen uns klarmachen, dass wir das Gepäck unserer Entwicklungsgeschichte stets mit uns herumschleppen. Die Entwicklung der Großhirnrinde – jenes Gehirnteils, der Informationen aus allen Sinnesorganen zusammenträgt und das Gedächtnis und die Denkprozesse steuert – hat es uns erlaubt, zu denken, Entscheidungen zu treffen und uns in den meisten Dingen über unsere ererbte Natur zu erheben. Wenn es allerdings um Sex, Liebe und Romantik geht, greifen wir dank unserer uralten Synapsenschaltungen noch immer auf die Vorlieben und Entscheidungskriterien unserer Vorfahren zurück.
Wenn Ihr Computer überlastet ist oder zusammenbricht, fällt er auf die einprogrammierten Standardfunktionen zurück – und beim Gehirn ist es nicht viel anders.
Wir haben uns eine künstliche Umgebung geschaffen, in der das Gleichheitsprinzip herrscht, und verlangen nun voneinander, so zu tun, als wollten wir alle das Gleiche. Doch das ist nichts weiter als eine Software, die unter dem Diktat der Political Correctness steht. Männer und Frauen erwarten in Wahrheit unterschiedliche Dinge von Sex und Liebe – nicht bessere oder schlechtere, einfach unterschiedliche –, und diese Erwartungen werden weitgehend von der Programmierung unseres Gehirns bestimmt. Wir können zu dem, was wir unserer Ansicht nach wollen, bewusste Entscheidungen treffen, doch unsere Schaltkreise werden uns dabei eine Richtung vorgeben.
»Liebe machen« wäre demnach also wahrscheinlich das was Du, liebe Unbekannte, tust, während ich Dich bumse...
Wie dem auch sei. Sinn dieser Zeilen ist es, meinem zukünftigen Weibchen wissenschaftlich zu belegen, dass nicht immer ich als Mann automatisch der böse bin, während Du als Frau immer im Recht bist.
Wir haben ja gerade gehört: mein Gehirn ist nicht mehr als ein Mittelklassecomputer. Dieser mag zwar mit dem neusten und schnellsten Betriebssystem ausgestattet sein - das aber wiederum ist nur die Erklärung dafür, warum er so oft abstürzt.
Auf die Folgen eines solchen Absturzes möchte ich hier auch gar nicht näher eingehen - diese wirst Du vielleicht noch kennenlernen :-)
Größe: 180 cm
Haarfarbe: Braun Augenfarbe: Braun Statur: schlank Gewicht: 76 kg Ausbildung: Studium/FHS Beruf: selbstständig Studienrichtungen:
Beziehungswunsch: Feste Beziehung
Kinder: Ich bin noch unentschlossen Ich bin: Gelegenheitsraucher und trinke ab und zu Alkohol
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