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#1
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Ich hatte den Schwerpunkt Schopenhauer auf meiner Website und möchte euch gern hier einige Zitate von ihm reinstellen.
SCHOPENHAUER Überhaupt tendiert jedes Missverhältnis zwischen einem Willen und seinem Intellekt dahin, den Menschen unglücklich zu machen. Folglich auch, wenn das Missverhältnis das umgekehrte ist. Nämlich auch die abnorm starke und übermächtige Entwicklung des Intellekts und das daraus entstehende ganz unverhälntismäßige Überwiegen desselben über den Willen, wie es das wesentliche des eigentlichen GENIES ausmacht, ist für die Bedürfnisse und zwecke des Lebens hinderlich.A.S. lg, ws.
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#2
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'Denn bei den allermeisten Gelehrten ist ihre Wissenschaft Mittel, nicht Zweck. Darum werden sie nie etwas großes darin leisten. Weil hiezu erfordert ist,dass sie dem der sie treibt Zweck sei und alles andere. Ja, sein Dasein selbst nur Mittel. Denn alles, was man nicht seiner selbst wegen treibt, treibt man nur halb und die wahre Vortrefflichkeit kann bei Werken jeder Art nur das erlangen, was seiner selbst wegen hervorgebracht wurde und nicht als Mittel zu ferneren Zwecken./A.S.-ws.
LG WS
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#3
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Dass uns der Anblick der Tiere so freut, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehen. A.S.
lg, ws.
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#4
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So sehr nun auch durchgängig der Stolz getadelt und verschrien wird, so vermute ich doch, dass dies hptsl. von solchen ausgegangen ist, die nichts haben worauf sie stolz sein können. der unverschämtheit und dummdreistigkeit der meisten menschen gegenüber tut jeder, der irgend welche vorzuge hat ganz wohl, sie selbst im auge zu behalten um sie nicht gänzlich in Vergessenheit geraten zu lassen./A.S.-ws.
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#5
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meines lieben geistesfreundes heinz UnART - soll hier auch nicht unerwähnt bleiben!
UnART/ Der Schopi ist etwas sperrig und ohne dein Engagement hätte ich ihn total gelassen. Du kennst ja meine Meinung, die sich zu diesem außergewöhnlichen Menschen nicht wesentlich änderte. Er schaffte es nicht die asiatischen Weisheiten mit unseren europäischen verständlich zu verbinden und wurde im Hier ein Jenseitiger. Trotzdem war er in seiner Heimat so verwurzelt, dass er deren Anerkennung bedurfte, zerrissen zwischen Glauben, Wissen, Ahnen und Unvermögen. Damit ich nicht falsch verstanden werde, Schopis Werk ist als wertvoll zu erachten, er ging einen Weg, den wir erlesen und gedanklich nachvollziehen können, auf dem wir neues aufbauen dürfen. Wenn wir uns nur in Richtung eines Meisters entwickeln, sind wir Epigonen und tragen nichts weiteres zur Entwicklung bei. Wahre Philosophie bedarf ihrer Zeit und wird immer individuell bleiben, daran wird kein Weg und keine Weisheit etwas ändern./by UnART i.V. lg, ws.
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#6
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Das Talent gleicht dem Schützen, der ein Ziel trifft, welches die übrigen nicht erreichen können; das Genie dem, der eins trifft, bis zu welchem sie nicht einmal zu sehen vermögen.
A.S. - 1788-1860
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#7
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<Je heftiger der Wille, desto greller die Erscheinung seines Widerstreits: desto größer also das Leiden. Eine Welt, welche die Erscheinung eines ungleich heftigeren Willens zum Leben wäre, als die gegenwärtige, würde um soviel größere Leiden aufweisen: sie wäre also eine Hölle.>A.S.
<Man sollte sich hüten, öffentlich von einer entgegengesetzten Einstellung auszugehen, dass nämlich nicht, die Leiden, ein kleiner Wermutstropfen in einer wunderbaren Welt sind, sondern vielmehr die wunderbaren Dinge, den Tropfen in einer leidvollen Welt darstellen, den berühmten Tropfen auf dem heißen Stein. Sollte man es aber wagen, wird man im harmlosen Fall als verrückt oder krank eingestuft, in manchen Fällen jedoch sogar in agressiver Weise als "Miesmacher" angegriffen; und das nur, weil die subjektiv erfahrene Welt eine andere als die der Mitmenschen ist. In dieser Hinsicht, kann ich ehrlich sagen, dass mir Schopenhauer ein großer Trost geworden ist.>A. Schopenhauer lg, ws.
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#8
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http://www.drfrizz.de/spinoza.html
eigeninfo von hohe schule&rezensionen kapitel neun in Die Beharrlichkeit der Philosophen von Dietmar Fritze: Die Begründung großstädtischen Denkens... spinoza hat wie ein niederländischer voltaire mit seinem schreiben für die einführung der neuzeit gekämpft - in einem noch stärkstens von religionen und diktatorischen gemütern beherrschten land. amsterdam war zu lebzeiten spinozas zwar wohl die lebendigste, freieste und vielleicht erste wirklich multikulturelle großstadt europas - die wahrhaftige mutter nieuw amsterdams / new yorks. so frei allerdings, dass man ungestraft philosophieren konnte, wohin einen der gedanke nur trieb - so frei war amsterdam damals noch nicht. viele der notgedrungen heimlichen unterstützer spinozas (verleger, buchhändler, schreibende) landeten im gefängnis oder in der verbannung, am krassesten erging es den brüdern johan und cornelis de witt, die am stabilsten für spinozas materielle und juristische unterstützung gesorgt hatten: ein aufgebrachter pöbel aus monarchisten und calvinisten holte sie aus dem gefängnis und vollzog ein lynch-gericht im damaligen stil: man zerfleischte die körper und hielt voller triumph ein herausgerissenes herz in die höhe. eine basisdemokratische abart aztekischer sitten. die aristokratie sah in kutschen sitzend genüßlich zu. nur mit mühe konnte spinoza von seinen betreuern davon abgehalten werden, anderntags am tatort ein schreiben aufzuhängen mit der überschrift "ultimi barbarorum" (allerletzte barbaren, ihr!). spinozas familie, jüdisch, war der zwangskatholisierung in spanien entflohen - richtung stadtstaat amsterdam. spinozas erste denkergebnisse, welche die bibel als historische schriftensammlung verschiedener menschen ansah (also keineswegs als von Gott verfasst), - diese 300 jahre später die theologie bultmanns noch sehr inspirierende einsichten, - sie brachten ihm den unerbittlichen bannspruch seiner eigenen jüdischen gemeinde ein: "nach dem urteil der engel und der aussage der heiligen verbannen, verfluchen, verwünschen und verdammen wir baruch de spinoza. hütet euch: dass niemand mündlich noch schriftlich mit ihm verkehre, niemand ihm die geringste gunst erweise, niemand eine von ihm gemachte oder geschriebene schrift lese..." |
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#9
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vorab aber mal eins vom max frisch
schreiben heisst: sich selber lesen. wittgenstein im tractatus was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen: und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. ich kann keine schule gründen weil ich eigentlich nicht nachgeahmt werden will. unsere begriffe regeln die form unserer welterfahrung der öst. philosoph L.wittgenstein wurde am 26 apr 1889 in wien geboren. gest. 1951cambridge. er war einer der bedeutendsten sprachph. des 20jhd./genaueres im mainCoon
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#10
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xerxes hat, nach Herodot, beim Anblick seines
unübersehbaren Heeres geweint, indem er bedachte, daß von diesen Allen, nach hundert Jahren, keiner am Leben sein würde: wer möchte da nicht weinen, beim Anblick des dicken Meßkatalogs, wenn er bedenkt, daß von allen diesen Büchern, schon nach zehn Jahren, keines mehr am Leben sein wird. (Arthur Schopenhauer) Repetitio est mater studiorum. Jedes irgend wichtige Buch soll man sogleich zweimal lesen, teils weil man die Sache das zweitmal in ihrem Zusammenhang begreift, und den Anfang erst recht versteht, wenn man das Ende kennt; teils weil man zu jeder Stelle das zweitemal eine andere Stimmung und Laune mitbringt als beim ersten, wodurch der Eindruck verschieden ausfällt und es ist, wie wenn man einen Gegenstand in anderer Beleuchtung sieht. (Arthur Schopenhauer) by lesefieber.antville.org
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#11
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ich denke der wesentlichste das schopenhauer immer wieder übersieht, ist das der mensch nicht nur aus intellekt und willen besteht, sondern auch vom herz geleitet wird. erst die vereinigung der zwei führer gefühl und verstand bringt den klaren willen. dann kann man nicht nur tun was man will sondern auch wolen was man will
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reinbein |
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#12
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http://www2.salzburg-online.at/buddh...opundwerke.htm
interessantes verzeichnis über schopenhauer und seine werke, kurzbio
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#13
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radiotipp
22 august halbacht Ö1 schopenhauer by KP liessmann
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#14
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ich denke, das schopi "herz" sehr wohl berücksichtigte, ja miteinbezog. aber gerade dies war doch eines seiner hauptprobleme, er hatte in wirklichkeit keine ahnung was "herz" ist.
auch hatte er keine ahnung was "wille" ist. darin einen bewußten entstehungs- und erzeugungsakt zu sehen haben ja die neurologen längst ad-absurdum geführt. wichtig wäre, das "alte wortgerümbel" endlich von bord zu werfen. sie halten unser denken nur unnötig narkosisiert. die philosophie lebt doch nur vom mythos des dualismusses, und den haben wir bei gott doch schon längst abgelegt. oder? was sagt schopi den aus? welche relevanz hatte es je, hat es heute? ist es nostalgie, das wir ihn zitieren? oder ist es das einzige, das zu zitieren wir imstande sind? mir kommt das ein bißchen wie mit der kunst vor. solange der künstler lebt, wird er bekämpft. sobald er tot ist, wir er von allen kritikern interpretiert, zitiert, intoniert. warum erst nach seinem tot? in einer der letzten kunst!-ausgaben war dazu ein interessante meinung abgedruckt: "...ganz einfach, solange er lebt, kann er die aussagen der kritker lügen strafen, wenn er tot ist, kann jeder ohne risiko desen spezialist spieln..." könnte dies sein? |
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#15
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wissenschaft
sagt dazu popper nicht gerade das gegenteil? ach ja da stehts ja! genau das gegenteil. ist doch interessant, oder? übrigenz schreibt dazu platon ja wieder das gegenteil, und ........................................ |